
Sozialer Trainingskurs
SPURWECHEL
für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende
Neue Chancen. Neue Entscheidungen. Neue Perspektiven.
Verhalten verstehen. Verantwortung übernehmen. Handlungsspielräume erweitern.
Wenn alte Muster den Weg bestimmen
Jugendliche und Heranwachsende geraten aus ganz unterschiedlichen Gründen mit dem Gesetz in Konflikt. Hinter Regelverletzungen, impulsivem oder grenzüberschreitendem Verhalten stehen häufig komplexe Zusammenhänge: biografische Erfahrungen, Gruppendruck, emotionale Überforderung, ungünstige Bewältigungsstrategien oder Schwierigkeiten im Umgang mit Konflikten und Grenzen.
SPURWECHSEL setzt nicht bei der Etikettierung eines jungen Menschen an, sondern bei seinem Verhalten und dessen Hintergründen.
Ziel ist es, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, persönliche Risiko- und Verhaltensmuster zu erkennen und konkrete Alternativen für zukünftige schwierige Situationen zu entwickeln.
Nächster Start der Gruppe: Oktober 2026

Für wen ist diese Gruppe?
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SPURWECHSEL richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind oder bei denen sich wiederholt grenzüberschreitende bzw. riskante Verhaltensmuster zeigen.
Das Angebot kann insbesondere sinnvoll sein bei:
- wiederholten Regel- oder Grenzverletzungen
- impulsivem oder aggressivem Verhalten
- Schwierigkeiten mit Konflikten und Frustration
- problematischem Einfluss der Peergroup
- Alkohol- oder Drogenkonsum im Zusammenhang mit Risikoverhalten
- Schwierigkeiten, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen
- wiederkehrenden problematischen Verhaltensmustern
- dem Wunsch, zukünftige Straffälligkeit zu vermeiden
Woran arbeiten wir?
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Verantwortungsübernahme
Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten und dessen Folgen, ohne Beschämung oder pauschale Etikettierung.
Selbstreflexion
Erkennen persönlicher Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster.
Emotionsregulation
Frühzeitiges Wahrnehmen von Anspannung, Wut, Kränkung, Angst und Überforderung sowie Entwicklung geeigneter Regulationsstrategien.
Impulskontrolle
Unterbrechung automatisierter Reaktionen und Entwicklung eines größeren Handlungsspielraums.
Empathie und Perspektivübernahme
Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere Menschen.
Konfliktkompetenz
Entwicklung gewaltfreier und sozial angemessener Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten.
Umgang mit Gruppendruck
Erkennen problematischer Peer-Dynamiken und Stärkung eigenständiger Entscheidungen.
Sucht- und Risikokompetenz
Reflexion des Zusammenhangs zwischen Alkohol, Drogen, Risikoverhalten und Straffälligkeit.
Ressourcen und Selbstwirksamkeit
Erkennen eigener Fähigkeiten, Schutzfaktoren und positiver Entwicklungsmöglichkeiten.
Rückfall- und Deliktprävention
Persönliche Risikosituationen und Warnsignale erkennen und konkrete Strategien entwickeln, um erneute Straffälligkeit zu vermeiden.
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Ablauf
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10 Termine
90 Minuten
Kleine Gruppe
Vertraulicher und wertschätzender Rahmen
Psychoedukation
Praktische Übungen
Austausch und Reflexion
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Das können die Jugendlichen mitnehmen
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Mehr Verständnis für das eigene Verhalten
Mehr Selbstkontrolle und Emotionsregulation
Einen konstruktiveren Umgang mit Konflikten
Mehr Verantwortungsbewusstsein
Stärkung von Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen
Konkrete Alternativen für Risikosituationen
Einen persönlichen Plan zur Vermeidung erneuter Straffälligkeit
Neue Perspektiven für Schule, Ausbildung und Alltag

Themen der 10 Sitzungen
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① Ankommen und Verantwortung
Gruppenregeln, Motivation, persönliche Ziele und erste Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.
② Meine Geschichte und meine Muster
Biografische Einflussfaktoren, Lernerfahrungen, Belastungen und persönliche Risiko- und Schutzfaktoren.
③ Denken – Fühlen – Handeln
Zusammenhang zwischen Gedanken, Emotionen, körperlichen Reaktionen und Verhalten.
④ Emotionen verstehen und regulieren
Umgang mit Wut, Kränkung, Angst, Frustration und Überforderung.
⑤ Impulse kontrollieren
Frühwarnzeichen erkennen, Stop-Techniken und alternative Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
⑥ Konflikte, Aggression und Gewalt
Konfliktdynamiken verstehen und alternative Konfliktlösungsstrategien erarbeiten.
⑦ Empathie, Perspektivübernahme und Folgen des eigenen Handelns
Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf andere erkennen und Verantwortung übernehmen.
⑧ Freunde, Gruppendruck und Zugehörigkeit
Einfluss von Peers, Loyalität, Anerkennung, Grenzen und eigenständige Entscheidungen.
⑨ Sucht, Konsum und Risikoverhalten
Alkohol, Drogen und andere problematische Verhaltensweisen als mögliche Verstärker von Risikosituationen.
⑩ Rückfallprävention und Zukunft
Persönliche Risikosituationen und Warnsignale erkennen, individuelle Handlungspläne entwickeln sowie Ressourcen und Zukunftsperspektiven stärken.
Je nach Gruppenkonstellation können ergänzend
folgende Themen behandelt werden:
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Gewaltprävention
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Umgang mit Aggression und Wut
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Opferperspektive und Empathieförderung
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Medien- und Cyberkriminalität
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Alkohol- und Drogenkonsum
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Risikoverhalten und Gruppendruck
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Familie, Bindung und Beziehungsgestaltung
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Schule, Ausbildung und berufliche Perspektiven
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Verantwortungsübernahme und Wiedergutmachung
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Individuelle Rückfallprävention

Hinter auffölligen Verhalten stehen oft Erfahrungen, Gefühle und Bedürfnisse, die verstanden werden möchten
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Wer versteht, warum er wie handelt, gewinnt die Freiheit, anders zu handeln.

Ist SPURWECHEL der ?
In einem unverbindlichen Erstgespräch mit dem Jugendlichen und – je nach Alter und Situation – den Sorgeberechtigten besprechen wir gemeinsam, ob dieses Gruppenangebot geeignet ist.
🔵 Erstgespräch vereinbaren