STRAFFEI - NEUSTART Gruppe für inhaftierte Erwachsene

 STRAFFREI - NEUSTART

Psychologisch fundiertes Gruppenprogramm zur Entlassungsvorbereitung und Rückfallprävention

Verantwortung übernehmen. Entlassung vorbereiten. Zukunft gestalten.

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Der Übergang von der Haft zurück in ein selbstbestimmtes Leben stellt viele Menschen vor besondere Herausforderungen.

STRAFFREI – NEUSTART setzt bereits vor der Entlassung an. Das Gruppenprogramm unterstützt inhaftierte Erwachsene dabei, das eigene Verhalten zu reflektieren, persönliche Risiko- und Schutzfaktoren zu erkennen und konkrete Strategien für die Zeit nach der Haft zu entwickeln.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur Delinquenz- und Rückfallprävention, sondern auch die Vorbereitung auf einen möglichst stabilen Übergang in den Alltag – mit realistischen Zielen, persönlichen Ressourcen und einem individuellen Plan für die Zeit nach der Entlassung.

Nächster Start der Gruppe: Oktober 2026

Für wen ist STRAFFREI – NEUSTART?

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Das Gruppenprogramm richtet sich an erwachsene Inhaftierte, die sich auf ihre Entlassung vorbereiten und die Zeit nach der Haft aktiv und verantwortungsvoll gestalten möchten.

 

Das Programm kann besonders geeignet sein, wenn Sie …

 

  • Ihr bisheriges Verhalten und dessen Folgen reflektieren möchten,
  • persönliche Risiko- und Rückfallfaktoren besser verstehen möchten,
  • sich konkret auf Herausforderungen nach der Entlassung vorbereiten möchten,
  • neue Strategien für Konflikte, Belastungen und Risikosituationen entwickeln möchten,
  • Ihre persönlichen und sozialen Ressourcen stärken möchten,
  • und eine realistische Perspektive für ein straffreies Leben entwickeln möchten.

So läuft die Gruppe ab

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10 Termine

90 Minuten pro Termin

Kleine, geschlossene Gruppe

Strukturierter und wertschätzender Rahmen

Psychoedukation und Selbstreflexion

Praxisnahe Übungen und Fallbeispiele

Vorbereitung auf konkrete Situationen nach der Entlassung

Entwicklung eines persönlichen Rückfall- und Zukunftsplans

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Das nehmen Sie mit

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Mehr Verständnis für eigene Verhaltens- und Risikomuster

Mehr Sicherheit im Umgang mit Belastungen und Risikosituationen

Konkrete Strategien für Konflikte, Emotionen und Impulse

Ein klareres Bewusstsein für persönliche Risiko- und Schutzfaktoren

Stärkere persönliche und soziale Ressourcen

Konkrete Perspektiven für Alltag, Arbeit, Beziehungen und soziale Wiedereingliederung

Einen persönlichen Rückfall- und Krisenpräventionsplan

Einen konkreten Plan für den eigenen Neustart nach der Entlassung

Themen der 10 Sitzungen

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① Standortbestimmung – Verantwortung und Neustart

Auseinandersetzung mit dem bisherigen Weg, Übernahme von Verantwortung und Entwicklung persönlicher Ziele für die Zeit nach der Haft.


② Mein Verhalten verstehen

Eigene Verhaltensmuster, biografische Einflüsse sowie persönliche Risiko- und Schutzfaktoren erkennen und reflektieren.


③ Sucht, Risikoverhalten und Rückfall

Zusammenhänge zwischen Konsum, Suchtdruck, Risikosituationen und Straffälligkeit verstehen und persönliche Gefährdungen erkennen.


④ Emotionen, Stress und Selbstregulation

Eigene Warnsignale wahrnehmen und einen konstruktiveren Umgang mit Wut, Kränkung, Angst, Frustration, Stress und Überforderung entwickeln.


⑤ Konflikte, Impulse und schwierige Situationen

Automatisierte Verhaltensketten erkennen, Impulse besser steuern und alternative Handlungs- und Konfliktlösungsstrategien entwickeln.


⑥ Verantwortung, Folgen und Perspektivwechsel

Auswirkungen des eigenen Handelns reflektieren, Verantwortung übernehmen und die Perspektive anderer Menschen stärker berücksichtigen.


⑦ Ressourcen und soziales Netz

Persönliche Stärken und Schutzfaktoren aktivieren sowie unterstützende Beziehungen und ein tragfähiges soziales Umfeld für die Zeit nach der Haft aufbauen.


⑧ Mein Leben nach der Entlassung

Wohnen, Arbeit, Tagesstruktur, Finanzen, Behörden, Beziehungen und weitere Anforderungen des Alltags realistisch vorbereiten.


⑨ Mein persönlicher Rückfall- und Krisenplan

Individuelle Warnsignale und Hochrisikosituationen erkennen sowie konkrete Strategien und Anlaufstellen für Krisensituationen festlegen.


⑩ Mein Neustart – die ersten Schritte in Freiheit

Erkenntnisse zusammenführen, persönliche Ziele konkretisieren und einen individuellen Plan für die erste Zeit nach der Entlassung entwickeln.

Der Übergang beginnt vor der Entlassung

Eine Haftentlassung verändert nicht automatisch die Bedingungen, die früher zu problematischem Verhalten beigetragen haben.

Deshalb beginnt ein gelingender Neustart nicht erst am Tag der Entlassung.

STRAFFREI – NEUSTART nutzt die Zeit davor, um Risiken frühzeitig sichtbar zu machen, Unterstützung vorzubereiten und konkrete nächste Schritte zu planen.

Nicht nur wissen, was man nicht mehr möchte.
Sondern wissen, was man stattdessen tun kann.

Hinter straffälligem Verhalten steht eine Geschichte

Straffälliges Verhalten entsteht selten aus einem einzigen Grund.

Biografische Erfahrungen, das soziale Umfeld, Sucht, belastende Beziehungen, Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen, impulsive Entscheidungen oder fehlende Perspektiven können dabei eine Rolle spielen.

Diese Hintergründe zu verstehen bedeutet nicht, das eigene Verhalten zu entschuldigen.

Es bedeutet, Zusammenhänge zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und dadurch überhaupt erst die Möglichkeit zu schaffen, zukünftig anders zu handeln.

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Verstehen erklärt Verhalten.
Verantwortung verändert Verhalten.


Die Zeit nach der Haft

Eine Entlassung bedeutet einen neuen Anfang – aber nicht automatisch einen einfachen.

Viele Herausforderungen beginnen erst außerhalb der JVA: alte Kontakte, Konflikte, Suchtdruck, finanzielle Belastungen, Wohnung und Arbeit, Erwartungen von Angehörigen oder das Gefühl, möglichst schnell wieder „funktionieren“ zu müssen.

STRAFFREI – NEUSTART bereitet deshalb nicht auf eine ideale Zukunft vor, sondern auf reale Situationen, Schwierigkeiten und Entscheidungen nach der Entlassung.

Ziel ist nicht ein perfekter Neustart.

Ziel ist, schwierige Situationen früher zu erkennen und mehr Möglichkeiten zu haben, anders zu entscheiden als bisher.

Die Vergangenheit lässt sich nicht verändern.
Aber sie muss nicht bestimmen, wie die Geschichte weitergeht.

Verantwortung übernehmen. Entlassung vorbereiten. Zukunft gestalten.

STRAFFREI – NEUSTART als Kooperationsangebot

Das Gruppenprogramm ist für die Durchführung innerhalb von Justizvollzugsanstalten und im Rahmen des Übergangsmanagements vor der Entlassung konzipiert.

Eine Zusammenarbeit kann insbesondere mit Justizvollzugsanstalten, Sozialdiensten, psychologischen Fachdiensten, externer Suchtberatung sowie weiteren Einrichtungen des Übergangsmanagements erfolgen.

Für interessierte Einrichtungen stehen ein vollständiges Kursleitermanual, Teilnehmermaterialien, Dokumentations- und Evaluationsinstrumente sowie eine kompakte Kooperationsmappe zur Verfügung.

→ Kooperation anfragen